Janvier 5, 2016
Par Journal Séditions (Besançon)
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neinmilitarisierung

Am 7. und 8. Oktober hatte die Gemeinde (von Besançon) geplant den Weg für das Militär zu ebnen, damit es sein Potential zur Schau stellen und die Öffentlichkeit verführen kann. Die Armee, diese Schule der Unterwerfung, Autorität und Verbrechen wurzelt in jedem Aspekt unseres täglichen Lebens: Fernseh- und Radiowerbespots, die Ankündigung von, im städtischen Raum, allgegenwärtigen Kampagnen, Rekrutierungsbanner an vielen Gebäuden, Propaganda-Artikeln in der Presse, regional genauso wie national, bis zur Präsenz auf Papiertaschen und Tüten für Baguettes.

Um die Werbung zu gewährleisten, widmete die Zeitung der Gemeinde ( „Besançon Votre Ville“ von Oktober 2015) ein spezielles Dossier, in welchem an die historische Implantation der Armee in Besançon erinnert wurde (in Gebäuden nahe der Stadt, tausende Häuser und Arbeitnehmer, etc. …), während sein kolossales Budget, seine zukünftigen zusätzlichen Arbeitskräfte, seine materiellen und menschlichen Mittel um die Bevölkerung zu terrorisieren, unterdrücken und massakrieren, geschildert wurde. Das war genug um sich dieser ganzen Scheiße, die sich vor dem Rathaus abspielte, entgegen zusetzten.

In der Woche vom 3. bis 9. Oktober gab es eine Agitation gegen die Armee und Alles, was sie aufrecht erhält. Plakate wurden plakatiert, Flugblätter wurden verteilt. Am Abend ihrer großen Party wurden Tags, im Viertel „Battant“ und an mehreren anderen Stellen in der Stadt, gesprüht: „ Die Armee, sie stinkt, sie verschmutzt und macht dumm“, „Nieder mit dem Militär“, „Weder Nation noch Grenzen – Nieder mit dem Staat und seinen Uniformen“, „Die Armee liebt dich bis zum Tod“, „Lieber Vandale als Korporal“, „Lieber Faulenzer als Feldwebel“, „Fick die Bosse“, „ Sind wir wild, keine Wachen“… Die Kaserne „Ruty“, angesiedelt in der Rue Bersot, wurde mit roter Farbe beschmutzt, genauso wie das Schild am Eingang des Rekrutierungszentrums (CIRFA) neben an. Die Autoritäten haben sicher nicht gezögert alles zu beseitigen und zu entfernen. Am Mittwoch den 8. Oktober unterbrachen mehrere Interventionen – von Studenten hauptsächlich – den glatten Ablauf dieses militärischen Events: durch Parolen gegen die Armee; durch das Sprechen von Parolen über ein Megafon um an Rémi Fraisse zu erinnern (Gegner des Damms in Testet, der dort fast vor einem Jahr in Kämpfen mit der Militär-Polizei getötet wurde), oder durch das Aufhängen von zwei Transparenten („Es lebe der Horror, verpflichtet euch“ & „Nieder mit der Armee“) an den Toren des „Arsenal“- Gebäudes von der Fakultät der Sprachen, welches nahe ihres Events steht. Am Ende der Demonstration gegen das allgemeine Enger-Ziehen des Gürtels, welches durch den Staat und die Bosse durchgesetzt wird, (während es Sektoren gibt in denen der Staat die Löhne drastisch senkt, erhalten die Sicherheitskräfte dagegen kolossale Mittel, zuerst und am meisten die Polizei und die Armee) versuchte eine kleine Gruppe erneut das Event zu stören, aber scheiterte aufgrund mehrerer Reihen von Bullen, welche die Soldaten von beiden äußeren Enden des Vorplatzes vor dem Rathaus beschützten. Die Menschen, die dort vorbei kamen, haben gut gesehen, dass es notwendig ist eine große Feierlichkeit der Armee dicht zu schützen, damit sie ohne zu viel Behinderung ablaufen kann…

Außerdem wurden am Mittwoch Nachmittag des 7. Oktobers Pamphlete dort, wo diese PR Operation der Armee stattfand, verteilt. Die Anti-Militaristen, die die Flugblätter verteilten, bekamen außerdem Druck von Seiten der Cops, welche sie für eine Viertelstunde festhielten – die Zeit einer Identitätskontrolle. Auf Befehl der polizeilichen Hierarchie, wurden die Flugblätter konfisziert.

Jedes Jahr, organisiert der Staat militärische Paraden und Zeremonien, um ihren vergangenen blutigen Kriegen zu gedenken, während das Ganze die laufenden unterstützt und die Gegebenheiten für die zukünftigen vorbereitet. Diese häufigen Zeremonien, die dem Staat dabei dienen seine Kraft und das Gift der nationalen Einheit zu bekräftigen, sind ebenso eine sich uns bietende Gelegenheit, unsere Ablehnung ihrer Kriege zu demonstrieren, die im Äußeren für die ökonomischen Interessen des Staates und im Inneren der Grenzen gegen die Immigration oder für den Erhalt des sozialen Friedens geführt werden…

Auf der Seite der Schweiz hat es vorkurzem einige Schläge gegeben, die gegen die militärische Infrastruktur ausgetragen wurden. Mehrere Fahrzeuge der Grenzpatrouille wurden anlässlich einer Demonstration gegen die Armee am 18. September 2015 in Basel attackiert. Diese wurde gegen eine militärische Übung organisiert, die über mehrere Tage in der Stadt stattfand und bezweckte die militärischen Kräfte zu drillen, die Kontrolle und die Überwachung der Grenzen zu verbessern, aber auch jeden Versuch der Revolte und des Aufstands gegen den Staat und das Kapital abzuwehren. Einige Tage später waren es neun Fahrzeuge der Armee, die in der logistischen Militärbasis von Hinwil in der Umgebung von Zürich, niedergebrannt wurden. Der Feuerwehr ist es unglücklicherweise gelungen 14 Fahrzeuge den Flammen dieser großartigen Sabotage zu entziehen.

Anderes Beispiel, diesmal in Belgien: Ein im Inneren des Militärcamps von Amay geparktes Fahrzeug brannte ab. Das Fahrzeug, das einem Soldaten gehörte, wurde komplett zerstört. Da es nahe dem Gebäude geparkt war, verursachte das Feuer einige Schäden am Chassis des Gebäudes. Auch in Frankreich bewiesen mehrere direkte Aktionen, dass die Armee nicht unantastbar ist: in Valence (Drôme) wurden am 8. Juli 2015 Soldaten auf „Vigipirate“ Patrouille (A.d.Ü.: Begriff für franz. Sicherheitsmaßname gegen den Terrorismus, vigilance = Wachsamkeit, pirate = Pirat) im Viertel „Fontbarlettes“ mit Steinwürfen angegriffen. Ihr Fahrzeug verlor eine Scheibe und unmittelbar danach wurde die Bullenstation Ziel eines Brandstiftungsversuchs; zwischen dem 20. und 21. Juni 2015 wurden in Toulouse dem Rekrutierungszentrum der Armee (CIRFA), gelegen in der rue d‘Aubuisson, genau in der Innenstadt, sämtliche Scheiben eingeschlagen; in der Nacht vom 26. auf den 27. Oktober 2014 in Saint-Denis (93), selbes Schicksal für das in der rue Gabriel Péri, welches das wichtigste bezüglich der Rekruten in der ile-de-france ist. Das Kommunique zur Aktion sagt: „ Alle Mächtigen sind Mörder. Wir werden ihre Kriege nicht führen, wir lassen sie nicht in Frieden. Sozialer Krieg für die Freiheit (unterschrieben: die kampflustigen Deserteure).“ In der Nacht des 19. Oktobers in München (Deutschland), wurde ein ziviles Fahrzeug der Bundeswehr angezündet und verursachte 30.000 Euro Schaden. Ende Oktober wurde das Rekrutierungszentrum der Armee in Rennes, rue de la Mabilai, als Antwort auf den Mord der Bullen an dem Gegner des Damms von Testet, Rémi Fraisse, vor genau einem Jahr, attackiert: den auf dem Parkplatz abgestellten Fahrzeugen wurden die Reifen zerstochen und die Schlösser verklebt. Als Schlussfolgerung: Wenn „die Armee ihre Hand ausstreckt“, bleibt sie dennoch für jede Hand in Reichweite!

[von Avalanche in der Ausgabe 6 übersetzt]




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